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November 2009 - Agentur "SPREE-PR" begleitete Burger Feuerwehr mit der Kamera
Oktober 2009 - Feuerwehr erhält demnächst neues Einsatzfahrzeug
Oktober 2009 - Ausbildung an Schere / Spreizer
September 2009 - Einsatzübung Großschadensereignis in Cottbus
Juli 2009 - MASIMO-Pulsoxymeter für First Responder Burg (Spreewald)
Juni 2009 - Kinderfest am Willischza / Feuerwehr mit Boot im "Einsatz"
April 2009 - Feuerwehren stellten Maibaum auf
April 2009 - Burger Feuerwehr rückt mit Leihfahrzeuge zu Einsätzen aus
März 2009 - First Responder bildeten sich mit Unterstützung eines RUD-Teams weiter
Februar 2009 - FF Burg lud Lokal- und Landespolitiker zu Gesprächen ein
Februar 2009 - FF Burg belegt 2. Platz bei Umfrage der 20cent nach ältesten Einsatzfahrzeug

   
   
   
 

18. Oktober 2009 - Ausbildung an Schere / Spreizer

Burg (Spreewald). Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Burg (Spreewald)  trafen sich zur heutigen Ausbildungseinheit, um gemeinsam den Umgang mit Schere und Spreizer zu üben. Auf dem Hof eines Kameraden standen zwei Autos bereit, an denen die praktische Ausbildung an Schere / Spreizer vorgenommen werden konnte.
Schritt für Schritt wurde vor dem praktischen Ausbildungsteil besprochen, welche Arbeitsschritte einzuhalten sind und welche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und zu beachten sind. Dies sah nicht nur das fachgerechtete Zerschneiden des Fahrzeugs vor, sondern vor allem auch ggf. eine patientengerechte Rettung. Dabei müssen viele Einsatzkräfte auf einmal koordiniert werden, um den Patienten so schonend wie möglich aus dem Fahrzeug herauszuholen.

Im Amt Burg (Spreewald) verfügen jeweils die Feuerwehren Briesen und Burg (Spreewald) über einen Satz Schere/Spreizer zur Technischen Rettung. In Briesen befindet sich dieser auf dem Löschfahrzeug "LF 10/6" und in Burg (Spreewald) auf dem Rüstwagen "RW 2".

Ein Rüstwagen (RW) ist ein Feuerwehrfahrzeug, das bei der technischen Hilfeleistung eingesetzt wird. Dazu steht umfangreiches Werkzeug und Spezialgerät zur Verfügung, mit dem verunfallte Personen bei Verkehrsunfällen befreit werden, Umweltschädigende Substanzen aufgefangen, Einsatzstellen ausgeleuchtet und andere Aufgaben erfüllt werden können.
 

 

Spreizer im Einsatz

     
 

Spreizer
Der Spreizer, auch Rettungsspreizer genannt dient zum Auseinanderspreizen, beispielsweise von verklemmten oder deformierten Autotüren oder zum Wegdrücken von Wrackteilen. Er kann allerdings auch zum Zusammendrücken oder Anheben verschiedener Materialien benutzt werden. Durch die multifunktional gestalteten Spreizerbacken - sie bestehen aus gesenkgeschmiedetem und gehärtetem, scharfkantigem Stahl - ist es auch möglich in kleinste Spalten zu kommen bzw. Blech zu schälen. Mit einem speziellen Kettensatz kann mit dem Spreizer auch gezogen werden, um beispielsweise zum Befreien von Verletzten die Lenksäule eines PKW wegzuziehen. Diese Methode ist jedoch veraltet. Stattdessen kommen heutzutage Rettungszylinder zum Einsatz und der gesamte Motorraum wird nach vorne weggeklappt.

Beispielhafte Leistungsdaten eines Spreizers in der mittleren Leistungsklasse:
Öffnungsweite der Spreizerarme bis ca. 800 mm
Spreizkraft ca. 450 kN
Zugkraft ca. 99 kN
Quetschkraft ca. 120 kN
Hydraulikdruck 350 - 700 bar

     
 
  Rettungsschere im Einsatz
 
     
 

Rettungsschere

Die Rettungsschere (die korrekte aber kaum verwendete Bezeichnung ist Schneidgerät) dient zum Durchtrennen von Materialien, bei einem Verkehrsunfall beispielsweise zum Abtrennen des Autodaches.

Die immer weiter fortschreitende Verbesserung der passiven Sicherheit im PKW-Bereich bringt durch die in den Fahrzeugen verbauten Materialien und Spezialprofile zusätzliche Probleme für die Feuerwehren mit sich. So sind zum Beispiel die B-Säulen moderner Pkws so stabil gearbeitet, dass Rettungsscheren mit einer max. Schneidkraft von über 1,25 MN im Einsatz sind. Diese starken Rettungsscheren sind wegen ihres hohen Eigengewichts nicht einfach zu handhaben.

Ebenso wird die Arbeit durch den Einbau zusätzlicher Airbags erschwert, da die pyrotechnischen Gasgeneratoren dieser Einrichtungen beim Durchtrennen explodieren können und somit eine große Gefahr für Umstehende und arbeitende Feuerwehrleute darstellen können.

Auch sind die Gaszylinder von Kofferraumklappen nicht durchtrennbar: Der Zylinder steht unter hohem Druck und stellt in erhitztem Zustand (z. B. bei brennendem Fahrzeug) eine erhebliche Gefahr dar. Die Kolbenstange ist aus Hartmetall gefertigt und würde beim Zerteilen die Schneiden der Schere funktionsuntüchtig machen. Ist hier ein Zerschneiden unumgänglich, wird ein Trennschleifer eingesetzt, ansonsten wird der Gaszylinder nach dem Zertrümmern der Heckscheibe unter Verwendung eines Schraubenziehers aus seiner Verankerung gelöst.

     
 
     
 
     
 

     
 
     
 

     
 
   
   
 

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